Aktuelles

Mehrwertsteuer

Eine Verabschiedung durch den Bundesrat vorausgesetzt, wird die Mehrwertsteuer befristet vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz sinkt dabei von 19 Prozent auf 16 Prozent, der reduzierte Steuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent (z. B. für Futtermittel).

 

Wir werden diese Mehrwertsteuersenkung im vollen Umfang an unsere Kunden weitergeben.

 

 

Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

Gesundes Weihnachtsfest für Haustiere

© Domnik / pixelio.de

 

Rund um die Weihnachtszeit verzeichnen Tierarzte alljährlich einen Anstieg der Patientenzahlen. Grund dafür sind saisonbedingte Unfälle und Erkrankungen, die durch das Beachten einiger Vorsorgemaßnahmen leicht verhindert werden können:


Das flackernde Licht brennender Kerzen weckt oftmals die Neugierde von vierbeinigen und gefiederten Hausgenossen. Kontakt mit der Flamme kann zu schweren Brandverletzungen führen oder die Gefahr des Wohnungsbrandes bergen. Brennende Kerzen sollten deshalb keine Sekunde aus den Augen gelassen werden, wenn Haustiere im Raum sind. Während Ziervögel ihren Freiflug genießen, werden Kerzen am besten gar nicht erst angezündet.

Der Weihnachtsbaum besitzt vor allem auf junge Katzen und Hunde eine große Anziehungskraft. Sie sollten deshalb nicht unbeaufsichtigt im "Weihnachtszimmer" bleiben. Befestigen Sie den Baum so, dass er nicht umfällt, wenn die Katze ihn erklimmt oder der Hund beim Toben dagegen stößt. Der beste Standplatz ist eine Ecke im Raum. Schmücken Sie ihn wegen der Verletzungsgefahr nicht mit zerbrechlichem Glasschmuck (Schnittverletzungen nach Bruch, vor allem im Maul beim Zerbeißen) und verwenden Sie keine Dekorationsartikel mit Metallhaken. Verzichten Sie auf Lametta. Es könnte noch giftiges Blei enthalten und außerdem nach Abschlucken einen lebensbedrohlichen Darmverschluss auslösen.

Dünne, bunte Bänder von Geschenken müssen umgehend entsorgt werden. Sie stellen für Katzen ein beliebtes Spielzeug dar und werden dabei oft gefressen. Es besteht ebenfalls Gefahr eines Darmverschlusses.

Auf giftige Pflanzen wie Weihnachtsstern, Mistel, Christusdorn sollte verzichtet werden. Auch das Trinken aus dem Wassergefäß des Weihnachtsbaumes oder Kauen auf seinen Zweigen kann zur Vergiftung führen.

Schokolade, vor allem Backschokolade, muss sicher aufbewahrt werden. Durch das in Kakaokernen und –schalen enthaltene Theobromin kann ihr Verzehr für Hund oder Katze tödlich sein. Je höher der Kakaoanteil im Schokoladenartikel, desto höher ist auch der Theobromingehalt. Die tödliche Dosis für Hund Katze liegt bei etwa 100 Milligramm Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht. Das heißt: Etwa 3 Tafeln Vollmilchschokolade oder eine Tafel Zartbitterschokolade können einen 10 - 15 kg schweren Hund töten.

Mülleimer sollten für den Vierbeiner unerreichbar sein, denn die Reste des Festessens verursachen bei ihm schwere Magen-Darm-Probleme.


 

Foto: Domnik/pixelio.de

 

 

Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

Der Flohinvasion vorbeugen

 

© Tijara Images/fotolia.com
 

Viele Tierhalter wähnen sich in der kalten Jahreszeit vor Flöhen in Sicherheit. Doch das war einmal…

Als unsere Wohnungen noch nicht so kuschelig warm gehalten wurden wie heutzutage, machten Flöhe eine Winterpause, denn ihre Lebensenergie, ihr Appetit auf Blut und Fortpflanzung sinkt bei niedrigen Temperaturen. So konnte man ab den ersten kalten Tagen die Flohbekämpfung weitgehend vergessen. Inzwischen haben sich aber unsere Hunde und Katzen an ein ständig angenehm gewärmtes Heim gewöhnt. Davon profitieren auch die unerwünschten Plagegeister. So wie Bello und Mieze finden sie es gemütlich in den warmen Stuben und denken nicht mehr an Winterruhe.

Werden Hund oder Katze im Laufe des Jahres einmal von Flöhen befallen, legen diese Tausende von Eiern. Die Floheier werden jedoch nicht auf dem Tier, sondern in der Wohnung (z. B. in Körbchen, Polstermöbeln oder Teppichen) abgelegt.

 

Flohkreislauf
 

Vor allem im Warmen entwickeln sich aus den Eiern schnell neue Flöhe, die Hund und Katze erneut befallen und wiederum Eier ablegen. Beheizte Räume bieten dafür optimale Bedingungen, sodass es gerade im Winter zu einer regelrechten Flohinvasion kommen kann. Zudem bleiben Ruhestadien der Flöhe, die Puppen, noch viele Monate gefährlich. Ohne Behandlung beginnt schnell ein Teufelskreis.

 

Flöhe – nicht nur lästig, auch gefährlich

Flohbefall führt zu quälendem Juckreiz. Betroffene Hunde und Katzen kratzen und beißen sich, es kommt zu Verletzungen und Entzündungen der Haut, teilweise sogar zu schweren Ekzemen. Bei wiederholtem Kontakt mit Flöhen kann sich eine Allergie gegen den Speichel der Parasiten entwickeln, die dauerhaft schwere Hauterkrankungen hervorrufen kann. Bei Hunden ist die Flohspeichelallergie die häufigste Hauterkrankung überhaupt. Außerdem sind Flöhe die wichtigste Überträgerquelle von Bandwürmern. Hunde und Katzen infizieren sich, wenn sie Flöhe bei der Fellpflege verschlucken. Auch können die Plagegeister mit dem Blut eines Tieres Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien aufnehmen und diese beim nächsten Saugakt auf ein anderes Tier oder den Menschen übertragen. Denn Hunde- und Katzenflöhe können auch den Menschen befallen. Überdies kann starker Flohbefall besonders bei Welpen und kleinen Tieren zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen.

 

Den Teufelskreis durchbrechen

Nur etwa 5% aller Flöhe finden sich als sichtbare Parasiten im Fell des Tieres. Um ein Flohproblem nachhaltig zu lösen, müssen also sowohl das Tier als auch die Umgebung direkt oder indirekt behandelt werden. Dazu muss strategisch vorgegangen werden. Deshalb sollte vor dem Einsatz jeglicher Mittel immer die tierärztliche Diagnose und Beratung stehen, auch der eigenen Gesundheit zu Liebe.

 

© Sindern/bpt

Erwachsene Flöhe auf Hund und Katze werden entweder mit modernen Flohhalsbändern oder Spot-On Produkten, die auf den Nacken aufgetragen werden, abgetötet. Ob ein derartiges Präparat erst bei der Entdeckung eines Flohs oder schon vorbeugend eingesetzt werden soll, hängt davon ab, wie häufig und intensiv der Kontakt zu anderen Tieren ist. Vorsicht: „natürliche“ Substanzen vertreiben bestenfalls einen Teil der Parasiten, töten sie aber nicht ab. Deshalb sind sie nicht zu empfehlen!

Für die Behandlung von Körbchen, Kissen, Sofas und Co. sind Umgebungssprays, Dampfreiniger oder Vernebler aus der Tierarztpraxis geeignet. Zusätzlich kann man  Katzen ganzjährig mit Medikamenten behandeln, die bewirken, dass sich aus den Eiern der Flöhe später keine neuen Plagegeister entwickeln. So wird der Teufelskreis dauerhaft durchbrochen.

Das 3-Punkte-Programm gegen Flöhe

  1. Behandlung von Hund und Katze mit dem Ziel, erwachsene Flöhe auf dem Tier möglichst schnell abzutöten.
  2. Behandlung der Umgebung zur Abtötung der Eier und Larven bzw. Behandlung des Tieres mit einem Präparat, das die Flöhe unfruchtbar macht.
  3. Ganzjähriger vorbeugender Flohschutz, um einen Neubefall zu verhindern.

Welche Maßnahmen für das einzelne Tier und seine Menschen zu welcher Zeit sinnvoll und gesundheitlich verträglich sind, erfährt man im Beratungsgespräch in der Tierarztpraxis.


Fotos: Tijara Images/fotolia.com, Sindern/bpt

 

 

 

 

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